Das erste Auftaktcamp (Tag 2)post

Samstag, 31.01.2015 – ca 7:00 Uhr
Der Wecker klingelt, man öffnet die Augen und steht auf. Dann wundert man sich, warum man noch so schmerzlos die Beine von der Matratze erheben kann, wo man sich doch eigentlich auf einem Vorbereitungscamp zum Marathon befindet… Schließlich realisiert man, dass der gestrige Tag lediglich eine kleine Einstimmung auf das war, was in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten auf die Teilnehmer zukommen wird.

Das Frühstück an diesem Morgen wurde mit Vorsicht genossen, da sich keiner der Läufer unnötigen Ballast in den Bauch laden wollte. Denn, wie man ja bereits erwähnte, trainiert man hier für einen Marathon…. 42 Kilometer…. Zu Fuß! …

8:30 Uhr: Beginn der Laufstil-Analyse
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Auf einer festgelegten Strecke filmte Prof. Dr. Thomas Wessinghage alle Läufer einzeln von vorne und von hinten.
Hierbei lag der Schwerpunkt der Analyse auf dem Zusammenspiel der einzelnen Körperteile bei läuferischem Bewegungsablauf. Kurz gesagt: Packen diese Beine die 42km mit diesem Laufstil?
Die Auflösung sollte am Abend folgen. Hier wurde nun jedenfalls einzeln eine bestimmte Strecke gelaufen und alles detailliert auf Film gebannt. Wie man auf dem Bild erahnen kann, hat das Orga-Team mal wieder ganze Arbeit geleistet und den gesamten Schnee über Nacht weggeschmolzen…. Auf jeden Fall konnten die Marathonanwärter so ihre ersten Schritte in Richtung Berlin auf trockenem Geläuf vollziehen.

9:30 Uhr: Laktat-Feldstufentest in Gruppen

Bei angenehmen (gefühlten) -50°C ging es nun zum Laktat-Test. Hierfür mussten die Läufer ihre Ohrläppchen zur Verfügung stellen aus denen Thomas und Arne mehrere Liter Blut abzapfen wollten. Letztendlich einigte man sich auf einen kleinen Tropfen pro Person. Das war  jedoch auch von Person zu Person unterschiedlich. Die Einheit „Tropfen“ scheint im menschlichen Ohrläppchen nicht geeicht zu sein, weshalb die Menge individuell zwischen „da kommt ja garnichts“ und „ich glaub ich brauch ne neue Jacke“ schwankte.
Sinn und Zweck des Aderlasses war jedenfalls die Bestimmung des Laktatwertes bei unterschiedlicher Belastung.
So konnte Thomas im Nachgang einen individuellen Trainingsplan mit Pulsfrequenzempfehlungen erstellen.
Die sportmedizinlichen Hintergrundinfos geben wir an dieser Stelle selbstverständlich nicht preis. Sowas muss man sich schließlich erarbeiten :)

Genug gearbeitet – Lunchtime.

14:00 Uhr: Sportmotor- und Funktionstest

Man fand sich in kleinen Gruppen im Trainingsraum ein. image008Dieser bestach durch eine moderne, wenn auch recht puristische, Ausstattung. – Bodenmatten.
Wie jeder bereits wusste, gibt es ja kein besseres Trainingsgerät als den eigenen Körper. Ja, selbst das Gewicht lässt sich hierbei, mit ausreichender Geduld, entsprechend variieren. So viel Zeit hatten wir allerdings nicht. Daher hatte Thomas bereits einige Blätter mit Stretchingübungen verteilt. Gezieltes Muskeltraining und optimales Stretching sind bei einer Langzeitbelastung essentielle Erfolgsfaktoren, die es im Vorfeld zu festigen gilt.

Dies war der Moment an dem jeder nochmals in der Erinnerung schwelgte, wie angenehm man sich morgens aus dem Bett hob.
Diese Zeiten sollten ab jetzt der Vergangenheit angehören. Ein neuer Begleiter kündigte sich bereits hier an: Der Herr Muskelkater.

18:00 Uhr: Laufstilanalyse

Frisch geduscht und mit gestähltem Körper fand man sich also gegen 18 Uhr wieder im Tagungsraum ein. Dieser Raum diente kurz zuvor noch als Trainingsraum, was aber durch entfernen der Bodenmatten und Lüften kaum noch bemerkbar war.
In diesem Abschnitt wurden alle Laufvideos gemeinsam analysiert. Besser gesagt: Thomas analysierte die Laufvideos – Wir hörten gespannt zu.
Spätestens jetzt wusste jeder mit welchem Fuß er wie falsch auftrat und wie schräg die Hüfte sich drehte und neigte… Ermutigen lies sich dennoch niemand. Im Gegenteil.
Die abschließende Erkenntnis von Thomas Wessinghage, in der er allen nahelegte, dass es nicht darum ginge den Marathon zu gewinnen, sondern es bis ins Ziel zu schaffen, beflügelten Profis und Anfänger gleichermaßen. (wenn auch vielleicht mit unterschiedlicher Zeitvorstellung).

Es folgte ein Abendessen mit netten Gesprächen und Nudeln.

 

…Fortsetzung folgt.

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